In Berndorf und Bad Vöslau

Steinskulpturen in Lindabrunn
Steinskulpturen in Lindabrunn

Für das verlängerte Wochenende waren "Vor-der-Tür-Handlungen" (outdoor Aktvitäten) angesagt. Wir wollten wieder unsere niederösterreichische Umgebung erkunden.

 

Am Donnerstag besuchten wir Berndorf, die Messer-und-Gabel-Schmiede südlich von Wien. Ein Sprössling der Krupp-Familie, Alfred, hat dort um 1880 die Massenproduktion von Messern, Gabeln und Löffeln eingeführt. Dann das sog. "Symposion" - ein Skulpturenpark in Lindabrunn. Und landeten schließlich noch im Vöslauer Schwimmbad.

Mit der Kohle, die Alfred damit verdiente, dass die Österreicher (und andere) fortan mit Messer und Gabel essen konnten, hat er seine Arbeiter in Berndorf mit Wohltaten überschüttet, über die man heute noch staunt: Ein Postamt, ein Schwimmbad, ein Firmensupermarkt, eine Vorzeigeschule (mit Schulzahnarzt), sogar eine hypermoderne Wurstfabrik (!), aber vor allem moderne, bezahlbare Arbeiterwohnungen.

 

Orthodoxe Kapitalisten sollten Berndorf also besser meiden. Wir haben uns das alles im Berndorfer Kruppmuseum angesehen. Die Museums-Website informiert über die jeweils aktuelle Ausstellung (wechselt hin und wieder - im Juli 2009 war Stadtplanung und -entwicklung in Berndorf das Thema).

 

Steinmetz-Künstler in Lindabrunn

 

In der Nähe von Berndorf gibt es in Lindabrunn auf einer Schafswiese Riesen-Steinskulpturen. Ich war skeptisch, ob sich der Besuch das "Symposion" lohnt - und war schwer beeindruckt. Wirkt wie eine Mischung aus moderner Kunst aus Naturstein und mykenischem Burgtor samt heidnischer Opferanlage. Selbst in der Mittagshitze lohnenswert, und vor allem sensationell gelegen: Von der Wiese öffnet sich der Blick über Streuobstwiesen hinaus ins Wiener Becken. Besuch empfehlenswert.

 

Im "Miniralwasser"-Schwimmbad

 

Weiles so heiß war, wollten wir noch ins Bad Vöslauer Schwimmbad gehen und uns in echtem Vöslauer "Miniralwasser" (Martins Worte) erfrischen. Dank Niederösterreich-Card sogar kostenlos. Das Bad ist ein ein Hit, vom Mineralwasserbecken ganz abgesehen. In drei Reihen bauen sich hinter dem Becken sog. "Kabanen", also winzige Appartments auf, die von Badegästen ganzjährig gemietet und im Sommer anscheinend auch bewohnt werden.

 

 

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© Frank Butschbacher