Buciler Türkiyede

Im Tal des Kamels (hinten im Bild).
Im Tal des Kamels (hinten im Bild).

Ich war in Kappadokien - wie man an meiner Kappe sehen kann (bruhaha). Im März habe ich gleich zwei Geburtstagsgeschenke eingelöst, die ich zum 50. bekommen habe: Eine Reise in die Türkei (von der Family bekommen), und eine Ballonreise ebendort (von meinen Freunden). Danke an euch alle. Hat mir eine Riesenfreude gemacht.

 

Die Türkei war ja schon lange ein Traumziel, oder sogar DAS Traumziel - und nach der Reise ist das eigentlich weiterhin so. Nur ein bißchen weit weg - leider, da sind Friaul, Kroatien und alles dazwischen halt etwas leichter erreichbar.

Aber ich will hier ja das Hohe Lied auf das Reiseziel Türkei singen, und auf die Leute, die dort wohnen. Bilder kommen weiter unten

 

Also 1. das Land: Wir waren in der Mitte, ungefähr, in Kappadokien. (Guckst du Karte hier). Das ist das Land, wo vor x Mio. Jahren Vulkanergüsse auf weichen Stein oder Löss flossen. Der Lavastein blieb oben drauf, und unten erodierten Wind & Wetter das weichere Zeugs weg. Ergebnis ist eine Orgie (!) in phallischen, mammischen (?) oder sonstwie bizarren Kegeln, Spitzen, Zuckerhüten und anderen Geländeformationen (Reiseführer und Bilder hier). War überwältigend, und ist bei sonnigem Wetter sicher noch atemberaubender.

 

2. die Leute: haben wir - leider - nur bedingt kennengelernt. Wie das halt bei einer Bus-Reisegruppe so kommt. Die, die wir getroffen haben außer den Souvenir-Tandlern, waren alle nett und hilfsbereit. Wir haben uns nur einmal von der Gruppe gelöst und sind auf eigene Faust, beinhart, durch Antalya gestreift. Die 100-200 Vokabeln, die ich vorher mühsam gelernt hatte, waren zum Knicken (den Titel oben habe ich selbst formuliert: Die Butschis in der Türkei - cool, wie mir der Lokativ aus der Feder fließt, und die korrekte vokalharmonisierte Pluralendung ...) Und dass "die dort eh alle deutsch und englisch können", wie man uns vorher weismachen wollte, war nur bedingt richtig. Alle, die Souvenirs verkaufen - die können. Der Rest ist in deutsch und englisch etwa so fit wir ich in türkisch: vergiss es.

 

Die Reise hatte mehrer Höhepunkte, den ersten beim Überqueren des Taurus (im Sinne von "hoch": 3000er en Masse, hab isch Wikipedia gemacht), und u.a. auch unsere "Durchschlageübung ANTALYA 2011" (völlig allein und ohne unseren Reiseführer Cengis bey mit dem öff. Bus von Antalya 100km bis ins Hotel zurück - macht uns das mal nach! Im Vertrauen: Ganz easy, die können ja alle deutsch und englisch dort ...) Hervorheben möchte ich aber auch das Frisörgewerbe in Kappadokien. Oben im Bild beim Kamel, das zottelige vorne da, das bin ich VOR dem Frisörbesuch.

 

In Kaymakli (sorry, aber die I's ohne Punkt versuch ich hier gar nicht, es muss reichen, dass ICH weiß wie es eigentlich geschrieben wird, ok?), in diesem Dorf also habe ich das Hotel mutig verlassen (Petra ging mit) und habe den besten Barbier am Platz gesucht. Der erste hat gewinkt, war also aufdringlich und auf Touris aus. Beim anderen hats mit der Verständigung dann eigentlich gar nicht gehapert - es war praktisch keine möglich. Ich konnte immerhin "haareschneiden bitte" in türkisch dahinbröckeln, und Mehmet, wenn ich mir den Namen richtig gemerkt habe, hat seinen Job echt super gemacht.

Uneingeschränkt begeistert war ich dann, als er mir - wir konnten ja nix reden (von meinen 200 Vokabeln waren 100 die Zahlen von 1-100) - als er mir also mit einer brennenden rosaroten Flüssigkeit auf einer Fackel vom Format eines Riesen-Q-tips die Haare von den Ohren absengte. So roch ich dann auch, daher wurde ich noch mit Kolonia eingenebelt, dass es eine Freude war. Der beste Haarschnitt des Jahres - und das ist NICHT meine Werbedurchsage.

Hier kommt meine Werbedurchsage: Wenn in Kaymakli, do as the locals do - ab zum Frisör, und am besten vorher anrufen. Telefon - ist auf dem Foto zu sehen. Und schönen Gruß von dem wortkargen Alman, der an jenem saukalten Märztag kam, sich den Pelz scheren zu lassen.


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© Frank Butschbacher