Ich bin der Eismann: Holler-Eis

Was hatte ich Ende August Holler gesammelt, und was hatte ich das Zeugs gerebelt, verlesen, qualitätskontrolliert. Ich war also in Übung, als wir Ende August mit 3 Buben in Landl waren. Als Nachspeise nach dem Grillen hatte ich selbstgemachtes Hollereis vorgesehen.

 

Ausrüstung: Kühlschrank mit Eisfach. Das wars im Wesentlichen.

 

Die Sache ist also recht einfach. Wird aber extrem vorzeigbar.

 

Was man braucht, außer den materiellen Zutaten: Zeit (besser 3-4h Gefrierzeit einrechnen).

 

 

Zutaten:

1 Joghurt-Becher voll (250ml) oder etwas mehr reife, sorgfältig verlesene Hollerbeeren.
1 Joghurt

1/2 Becher Sauerrahm

1 Joghurt-Becher voll Zucker

 

So gehts:

 

Hollerbeeren aufkochen, ca 5' kochen lassen. Ggf. die Beeren mit einer Gabel an den Topfboden drücken: die müssen aufplatzen, der Saft muss raus.

 

Dann die Pampe durch ein Sieb (Metall ist gut, weil a) Hitze und v.a. weil b) fest draufgedrückt wird. Es kommt drauf an, die Kerne und die lästige Schale loszuwerden. Eis mit Kernen - igitt. Den Saft dann mit dem Zucker mischen, heiß gehts am einfachsten.

 

Hollerdicksaft abkühlen lassen. Mit Joghurt und Sauerrahm gut vermischen. Keine Knötchen/Knoddel drin lassen. Dann alles in den Kühlschrank, wenn gut kalt: ab ins Gefrierfach. Das Abkühlen braucht seine Zeit, und direkt ins Eisfach ist Quatsch. Ich würde also wirklich ausreichend Zeit einkalkulieren, bis die Sache Kühlschrank-kalt ist.

Die Masse soll im Gefrierfach aber nicht festfrieren, sie soll nur möglichst kalt sein und sich dabeinoch durchrühren lassen.


Durchrühren ist der Trick!

 

Wenn Masse leicht stockt/grade so fest wird, rausnehmen, mit Löffel oder Gabel gut durchrühren. Das ist wichtig, damit das Eis cremig wird. Ist es erst mal festgefroren, kannst du es weder durchrühren, aber auch nicht wirklich essen. Es ist dann einfach ein kalter, fester Brocken. Aber kein Speiseeis.

 

Nach 1. Durchrühren zurück ins Eisfach. noch 2 oder 3 Mal, in ca. 30' Abstand, wiederholen (rühren, frieren). Wenn die Masse fest UND cremig zugleich ist, ist das Eis fertig.


Serviertipp: Tassen oder Schälchen vorher auch ins TK-Fach stellen, dann schmilzt die Herrlichkeit nicht schon beim Servieren.

 

Erfolgsfaktor:

1. dass die Masse VOR dem Rühren möglichst kalt ist

2. das Durchrühren, damit das Eis cremig wird.

 

Zubereitung geht natürlich auch mit Eismaschine: Masse sehr gut mischen, sehr gut vorkühlen (TK!!, nicht fest werden lassen), dann in die laufende Maschine geben. Nach 30' ist das Eis wie üblich bei diesen Maschinen fertig. Wars gut vorgekühlt, kanns sogar schneller gehen.

 

Wenn das Eis in der Maschine oder von Hand wirklich gut durchgerührt wurde, bleibt es sogar einige Zeit, jedenfalls bis zum nächsten Tag, im TK-Fach relativ cremig. Ist aber eher theoretisch: das wird sofort weggefuttert.

 

 

 


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